Opel-Fan in Gehlenberg: Hermann Schade pflegt Opel Kadett C seit 50 Jahren

Opel-Fan in Gehlenberg: Hermann Schade pflegt Opel Kadett C seit 50 Jahren
Bild: Heiner Grunert-Elsen

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Ein Opel Kadett C aus Gehlenberg wird 50 – und sein Besitzer Hermann Schade hat ihn von Anfang an geliebt. Der 73-Jährige fährt das Kultauto noch heute zu Oldtimertreffen – und pflegt ihn wie am ersten Tag.

Gehlenberg – Sie blitzen und spiegeln sich im Sonnenlicht. Nicht ein Fingerabdruck, nicht ein Fleck und auch keine Kratzer sind an seinen beiden Autos zu sehen – dafür aber zwei große Blumengestecke. Hermann Schade hat aber nicht nur seine Autos, sondern auch sich selbst für zwei besondere Geburtstage in Schale geworfen. Er trägt ein weißes Opel-Polo-Shirt und eine Opel-Mütze. Es ist also kaum zu übersehen, dass es in Gehlenberg „den“ einen großen Opel-Fan gibt. Mit sehr viel Liebe und Hingabe hat er sich schon ein halbes Jahrzehnt um seinen Opel Kadett C gekümmert. Er wird in der kommenden Woche 50 Jahre alt und ist der größte Schatz des 73-Jährigen.

„Also eigentlich bin ich fast jedes Wochenende mit ihm unterwegs“, sagt Schade im Gespräch mit unserer Redaktion. Denn: Bei zahlreichen Oldtimer-Treffen in der ganzen Region fällt der grüne Wagen aus den 70ern auf jeden Fall auf. Gekauft hat Hermann Schade das heutige Kultauto zusammen mit seiner Frau Maria am 22. September 1976 beim Autohaus Konrad Schnieders in Gehlenberg. „Damals haben wir 12.000 DM bezahlt. Es war sogar eine Luxusausführung“, verrät der autobegeisterte Rentner. Die Extras: Sportfelgen, H4-Lampen, Chromstreifen, Sportspiegel an beiden Seiten und eine eingebaute Sportschaltung. Den Kaufvertrag und alle Reparaturbescheinigungen hat Hermann Schade bis heute fein säuberlich und geordnet aufbewahrt. „Das gehört ja zum Wert eines solchen Wagens dazu“, sagt der Gehlenberger.

Nach 25 Jahren hatte der Opel Kadett C aber seine Alltagstauglichkeit hinter sich. 2001 gab es also ein neues Auto. Natürlich wurde es wieder ein Opel, um genauer zu sein ein Astra G in Kryptongrün. „Beim damaligen Kauf in einem Autohaus in Werlte gab es dann auch eine Urkunde, weil ich der Marke schon 25 Jahre meine Treue halte“, erzählt Schade, der bis zu seinem Start in den Ruhestand im Jahr 2016 beim Mischfutterwerk von GSagri in Gehlenberg als Betriebsschlosser gearbeitet hat. Schon mit 15 Jahren begann er eine Ausbildung als Land- und Baumaschinenmechaniker. Danach war er noch fünf Jahre im Sanitär- und Heizungsdienst tätig ehe es dann zum Mischfutterwerk ging. Als der Ruhestand folgte, kündigte Schade gleich an, jetzt noch mehr Zeit für seinen Kadett zu haben.

Heute hat sein limonengrünes Schmuckstück 275.000 Kilometer auf dem Tacho und wird nur noch zu besonderen Fahrten aus der Garage geholt. Dazu gehören natürlich auch die zahlreichen Oldtimertreffen. „In ein paar Tagen geht es nach Benthullen. Ach, ich war schon auf so vielen Treffen. Aber es macht immer Spaß und man lernt so viele andere Autoliebhaber kennen“, freut sich Schade. Neben diesen Ausfahrten hat der akribische Autofan aber auch schon so manches Brautpaar zum Altar gebracht – dann natürlich mit weißen Handschuhen am Lenkrad. Um das Auto zu schonen, bleibt es im Winter meist in der Garage.

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Zum Auto gehört übrigens auch ein Wohnwagen der Marke Eriba Puck, der ebenfalls top gepflegt in der Garage des Gehlenbergers steht. Natürlich ist auch er im unteren Bereich, genau wie der Kadett, in limonengrün lackiert. „Klein aber fein ist es darin. Für den Urlaub hat es immer gereicht“, sagt Schade, der eigentlich jeden Tag in der Woche mit der Pflege seiner Schätze beschäftigt ist.

Auch in den kommenden Jahren will Hermann Schade, solange die Gesundheit mitspielt, mit seinem besonderen Gefährt auf den Straßen der Region unterwegs sein. Zwar hat der Opel Kadett immer wieder Rostprobleme, doch der Gehlenberger ist immer noch bereit, in sein Schmuckstück zu investieren. „Ich glaube ich hätte ihn schon zwei Mal neu kaufen können. Doch für mich lohnt es sich. Es ist einfach ein tolles Auto.“

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