Haus der Vereine in Gehlenberg fertig: Einweihung am Samstag

Initiator des Projekts ist der Schützenverein Gehlenberg. „Wir hatten davor noch kein richtiges Vereinsheim. Wir haben immer die Gaststätte Reiners, besser bekannt als Hütten Bernd, genutzt“, berichtet Behnen im Gespräch mit unserer Zeitung. Doch der Schießstand im dortigen Keller war in die Jahre gekommen. Zuletzt konnte die Schützen dort monatelang nicht schießen, da der Keller voll Wasser gelaufen war. So kam die Idee auf, dass in Gehlenberg ein neues Vereinsheim hermuss – und das am besten in Zusammenarbeit mit weiteren Vereinen. Mit Hilfe der Dorfentwicklung sahen die Gehlenberg dann die großen Chancen auf ein neues Gebäude und stellten die entsprechenden Anträge.
Mit im Boot sind neben dem Schützenverein der Männergesangverein, der Singekreis, die Theatergruppe Planlos, die Darts-Gruppe, die Messdiener, die Sternsinger, der Nikolausverein, der Kaninchenzuchtverein, die KFD, die Landfrauen, die Seniorengymnastikgruppe und weitere kirchliche Gruppen. „Es gibt einen Belegungsplan, über den man Räume buchen kann. So können wir das Haus der Vereine nutzen, ohne uns in die Quere zu kommen“, sagt Behnen. Eine besondere Rolle im neuen Gebäude nimmt die katholische Bücherei ein, die über einen separaten Eingang zu erreichen ist. „Von hier aus können gerade die Schülerinnen und Schüler der Grundschule diese einfach durch den Park erreichen“, sagt der Schützen-Oberst.
Allen anderen Vereinen stehen Mehrzweckräume zur Verfügung, die man durch Einziehen von Wänden zu einem großen Bereich öffnen kann. Dort können somit rund 200 Personen Platz finden. Dazu kommt ein Thekenbereich, eine voll ausgestattete Küche, moderne sanitäre Anlagen und eine grundsätzliche barrierefreie Erreichbarkeit der Räume. Für die Schützen gibt es dann noch einen Luftgewehr- und Laserschießstand sowie eine 50 Meter lange Anlage für Klein- und Großkaliber.
SYMBOLISCHER SPATENSTICH Neues Vereinsgebäude entsteht in Gehlenberg – Teil der Dorfentwicklung Anni Knipper Gehlenberg
Rund ein Jahr Bauzeit liegen hinter dem Projekt. „Wir haben so rund 8000 Arbeitsstunden an Eigenleistung erbracht“, sagt Behnen. Von Anfang haben alle Vereine bei der Herstellung des Gebäudes mit angepackt. Insgesamt hat der Bau rund 1,2 Millionen Euro gekostet, von denen rund 957.000 Euro durch Fördermittel bereitgestellt wurden. Diese kamen im Rahmen der Dorfentwicklung vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) und von der Stadt Friesoythe, die eine Fördersumme in Höhe von 300.000 Euro bereitstellte.
An diesem Samstag, 19. September, soll mit einer feierlichen Einweihung der Betriebsstart des neuen Gebäudes gefeiert werden. Ab 14 Uhr stellen sich viele Vereine und Gruppen vor, die das neue Haus nutzen wollen. Es wird ein buntes Programm für Jung und Alt angeboten und auch für Getränke und Essen ist gesorgt. „Das ganze Dorf ist eingeladen“, so Behnen.
NEUBAU AM DORFPLATZ GEPLANT Gehlenberg soll ein „Haus der Vereine“ bekommen Heiner Elsen Gehlenberg