Fußball-Kreisliga Cloppenburg: Saisonstart der Kategorie „hammerhart“ bringt SV Gehlenberg-Neuvrees schnell in Fahrt

Fußball-Kreisliga Cloppenburg: Saisonstart der Kategorie „hammerhart“ bringt SV Gehlenberg-Neuvrees schnell in Fahrt
Bild: Olaf Klee

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Sie haben sich vom schweren Startprogramm und einer – zumindest vom Ergebnis her – klaren Auftaktniederlage nicht ausbremsen lassen: Die Kreisliga-Fußballer des SV Gehlenberg-Neuvrees stehen nach vier Punktspielen gut da.

Gehlenberg/Neuvrees – Erst einmal etwas abtasten, vorsichtig wieder reinfinden und dann langsam in Fahrt kommen. Von wegen! Für die Fußballer des SV Gehlenberg-Neuvrees war von der ersten Sekunde der neuen Kreisliga-Saison Vollgas angesagt, mussten sie sich doch gleich mit ein paar der dicksten Brocken der Klasse messen. Und so mancher Konkurrent dürfte nach der 1:5-Niederlage des Teams von Trainer Nermin Becovic zum Auftakt bei Titelanwärter BW Ramsloh und angesichts des langen Ausfalls von Leistungsträger Marcel Lammers (Kreuzbandriss) darauf spekuliert haben, dass der Tabellenvierte der vorherigen Saison früh abreißen lassen muss. Aber der SVG klebt an den vorderen Teams nach dem schweren Auftaktprogramm wie „Bubblegum“. Nach sieben Punkten in den folgenden drei Spielen ist er nur zwei Zähler von Platz zwei entfernt.

Zuletzt stießen die Gehlenberger Spitzenreiter BV Garrel II mit einem 3:1-Heimerfolg vom Platz an der Sonne. „Semir und ich sind mit dem ganzen Team sehr zufrieden“, sagt Nermin Becovic, dessen Bruder Semir als Co-Trainer mit auf der Kommandobrücke steht. „Schon unser Spiel in Ramsloh war lange nicht so schlecht, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Es spiegelt nicht den Spielverlauf wider, wir haben es einfach nicht geschafft, den Ball über die Linie zu drücken.“

Das klappte in den nächsten Spielen besser, und besonders seine Abwehr beeindruckte den Chefcoach immer wieder. Die Defensive um Lasse Baumann ließ kaum noch Tore zu – im Spiel bei Vizemeister BV Essen, dem der SVG zuvor im Kreispokal 0:3 unterlegen war, sogar gar keines (0:0). Der BV Bühren und der als Spitzenreiter angereiste BV Garrel mussten sich in Gehlenberg jeweils 1:3 geschlagen geben. Und die Heimbilanz ist Nermin Becovic besonders wichtig: „Wir wollen zu Hause eine Festung aufbauen“, macht der frühere Regionalligaspieler klar.

Außerdem sollen sich die zahlreichen jungen Fußballer des Tabellensechsten gut weiterentwickeln: „Wir haben wenige Spieler, die schon höher als Kreisliga gespielt haben, die meisten sind Gehlenberger Jungs“, sagt Becovic, der sich auch selbst gerne noch mal einwechselt und gegen die stark gestarteten Garreler zum 3:1 getroffen hatte – ausgerechnet. War diese Partie doch für den in Garrel beheimateten Becovic ein ähnliches Highlight-Spiel wie es das am Donnerstag, 10. September (19.30 Uhr), bei seinem früheren Verein SV Petersdorf werden soll.

Mut macht ihm für die nächsten Aufgaben, dass junge Spieler wie Felix Schrand und Simon Behnen weitere Schritte nach vorne gemacht haben und immer wichtiger fürs Team werden. Schrand, gerade mal 19 Jahre alt, habe schon in der letzten Spielzeit überzeugt und sich nun nochmal besser präsentiert. „Schade, dass für ihn im Herbst ein Auslandsaufenthalt beginnt, so dass wir ein halbes Jahr auf ihn verzichten müssen.“

Dennoch bleibt Becovic optimistisch: „Wir wollen uns jedes Jahr verbessern, das würde in dieser Saison einen Platz unter den Top 3 bedeuten. Aber den Druck haben andere, wir dürfen uns auch mal ein schlechtes Spiel erlauben“, sagt der 35-Jährige, der in seiner Laufbahn unter anderem die Trikots des VfB und VfL Oldenburg sowie des SV Wilhelmshaven getragen hat, aber viel mit Verletzungen zu kämpfen hatte.

Für den BV Essen war Becovic auch mal aktiv, und den BVE sieht er auch als einen der Favoriten an: „In Ramsloh und Essen ist die Qualität sicherlich höher als bei uns, aber das heißt nicht, dass am Ende auch eine der beiden Mannschaften ganz oben stehen wird. Wir werden lauern und hoffentlich da sein, wenn sich für uns eine Chance ergibt“, sagt der Garreler. Der Druck mag in Gehlenberg nicht so wie bei anderen da sein, aber der Ehrgeiz ist es ohne Frage…

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